Behandlung
Stufenweise Behandlungsintensivierung – je nach Erfordernis und Schwere der Hauterkrankung
Wir führen alle für eine Hautarztpraxis üblichen Behandlungen durch. Durch die Kooperation mit der Unfallbehandlungsstelle Berlin e.V. steht uns die nötige Infrastruktur zur Durchführung von Operationen am Hautorgan zur Verfügung. Überdies führen wir verschiedene Formen der Lichttherapien durch (siehe Spalte rechts).
Je nach Erfordernis und Schwere der Hauterkrankung bei beruflich bedingten Hautveränderungen führen wir eine erweiterte ambulante Heilbehandlung durch oder leiten eine stationäre Rehabilitation ein. Die erweiterte ambulante Heilbehandlung soll möglichst tätigkeitsbegleitend und ressourcenschonend ein intensiviertes Heilverfahren gewährleisten und hierdurch die Stabilisierung oder Abheilung der Hauterkrankung beschleunigen. Diese Form der Heilbehandlung kommt dann in Betracht, wenn trotz Ausschöpfung von Arbeitsschutzmaßnahmen und üblicher ambulanter Therapie beruflich bedingte Hautveränderungen bestehen bleiben oder zunehmen, so dass die konkrete Gefahr der Aufgabe der Tätigkeit besteht.
Erweiterte ambulante Heilbehandlung
Diese Verfahrensweise ist notwendig, damit beruflich Hauterkrankte in die Lage versetzt werden ihre Tätigkeit weiter auszuführen, Ausfall-
zeiten optimal genutzt und in Zukunft reduziert, Verfahrens-
laufzeiten verkürzt, bereits schwer Erkrankte mit der Notwendigkeit der Tätigkeitsaufgabe ggf. rückgeführt werden können.
Zudem wird die Handlungskompetenz der Verwaltung durch gezielte Berichterstattung und Heilverfahrenssteuerung aber auch zur Klärung einer strittigen Versicherungspflichtigkeit erhöht. Bei allen im Heil-
verfahren Beteiligten (Versicherte, Arbeitsschutzverantwortliche) wird die Transparenz über die eingeleiteten Maßnahmen erhöht und deren Nachhaltigkeit gesteigert sowie Multiplikatoren ausgebildet, die den sachgerechten Einsatz von Hautschutz in den Betrieben fördern.
Sollte diese erweiterte ambulante Therapie die Hautveränderungen nicht ausreichend bessern, dann besteht die Möglichkeit, eine stationäre Rehablilitation (z.B. Ostseeklinik Kühlungsborn oder im Rahmen der Multicenter-Studie der DGUV) - ohne Zeitverlust - anzuschließen, um nach Beendigung der Reha erneut die Heilverfahrenssteuerung zu übernehmen.

